Standort Wetzlar
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Gastroenterologie.

Behandlung von Erkrankungen
des Magen-Darm-Trakts

Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der verbundenen Organe (Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse) befasst.

Schwerpunkte

Schwerpunkte innerhalb des Fachgebietes sind die Endoskopie, die Hepatologie und die gastroenterologische Onkologie. Wichtige gastroenterologische Erkrankungen sind beispielsweise Ulkuserkrankungen (Magenulkus und Duodenalulkus), Tumoren des Verdauungstraktes (Kolonkarzinom), Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und Hepatitis, Darmerkrankungen wie Zöliakie oder die entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Eine große Gruppe von Erkrankungen umfasst Funktionsstörungen (funktionelle Dyspepsie, Reizdarmsyndrom) sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Moderne Endoskopie

Die Gastroenterologie hat sich in den letzten Jahren für Patienten deutlich weiterentwickelt. Technologische Fortschritte (kleinere Endoskope, bessere Auflösung) sowie neue Medikamente machen heute Verfahren möglich, die früher deutlich belastender waren.

Zur Vorbereitung auf die Koloskopie (Darmspiegelung) wird der Darm mithilfe einer mild schmeckenden 2‑Liter‑Lösung entleert. Die Untersuchung verläuft grundsätzlich schmerzfrei; viele Patienten nutzen das Angebot einer Kurznarkose (Propofol-Sedierung).

Sanfte Koloskopie mit Kohlenstoffdioxid (CO₂)

Für eine gute Sicht wird der Darm bei der herkömmlichen Koloskopie mit Raumluft gefüllt. Danach empfinden manche Patienten ein Blähgefühl; selten werden auch für einige Stunden Schmerzen angegeben. Die Luft wird im weiteren Tagesverlauf auf natürlichem Wege ausgeschieden.

Zur Vermeidung solcher Beschwerden steht ein neues Verfahren zur Verfügung: Wird Raumluft durch Kohlendioxid ersetzt, treten kaum bzw. keine Beschwerden mehr auf. Kohlendioxid wird etwa 150–180× schneller als Raumluft von der Darmwand aufgenommen. Alternativ kann die Koloskopie selbstverständlich weiterhin mit Raumluft durchgeführt werden.

Künstliche Intelligenz in der Koloskopie

PENTAX Medical DISCOVERY: computergestützte Detektion

Das flexible Koloskop überträgt Bilder der Darmschleimhaut auf einen Monitor. Auffällige Stellen können während der Untersuchung erkannt und direkt entfernt werden. Da das menschliche Auge nicht alles erfasst, werden selbst bei erfahrenen Untersuchern kleine und flache Polypen teils übersehen.

Die KI unterstützt durch computergestützte Bildanalyse in Echtzeit: Sie vergleicht das Endoskopiebild mit großen Datensätzen und markiert auffällige Areale. Studien berichten, dass sich damit die Polypen-Erkennungsrate weiter verbessern lässt.

Weitere Diagnostik

  • Leistungsfähige Ultraschalldiagnostik der Bauchorgane, Schilddrüse, des Herzens und der Gefäße.
  • Funktionslabor (u. a. für H2-Atemtests) als Ergänzung der gastroenterologischen Diagnostik.